Stefan Zweigs "Schachnovelle" | Ausstellung. Bis 24. Sept. 2017
27 Jun  Dienstag
19:00 h Kaminzimmer

Buchpremiere: »Glas« von Luís Quintais

Luis Quintais wird aus seinem Buch lesen und den Zuhörern im anschließenden Interview mit Mário Gomes tiefere Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Buches gewähren. Freuen Sie sich also auf einen angeregten Abend und interessante Gespräche im Kaminzimmer des Literaturhaus Berlin.

Über den Autor
Aus dem Vorwort von Nuno Carillho:

»Der portugiesische Dichter Luís Quintais wurde im August 1968 in Luena geboren, dem ehemaligen Luso in der portugiesischen Kolonie Angola, als diese noch ‘uns gehörte’, wie Quintais es in einer autobiografischen Notiz in seinem Weblog formuliert, nur um unmittelbar darauf hinzuzufügen: ‘Wie schrecklich!’
Quintais setzt hier in Szene, was sein gesamtes Werk durchkreuzt: Die Hinterfragung von Gemeinplätzen und von Gewohnheiten des kollektiven Gedächtnisses sowie die kritische Auseinandersetzung mit ebenso brisanten wie vielschichtig-komplexen Ausdrücken wie ‘unsere ehemalige Kolonie’. Derlei ‘hybride Objekte’, wie Bruno Latour – eine von Quintais' wichtigsten Referenzen – die Gegenstände nennt, die in der Schwebe zwischen Wahrheit und Fiktion verweilen, nehmen im Werk des Portugiesen eine zentrale Rolle ein und färben auch auf den Schreibstil ab, der sich ebenfalls als ‘hybrid’ darbietet: schwer einzuordnen, mitunter kryptisch und unscharf konturiert, wie die hybriden Objekte, die in seiner Lyrik Eigenleben und Eigenbedeutungen entfalten.«

Glas ist das inzwischen zehnte Werk des portugiesischen Dichters, der sich selbst ungern als solcher bezeichnet. Gerne zitiert er dabei Hannah Arendt, die einmal in einem Essay über Walter Benjamin schrieb, »dass er dichterisch dachte, aber [...] weder ein Dichter noch ein Philosoph« war.

Derzeit lebt Quintais im portugisischen Coimbra, auf etwa halbem Wege zwischen Lissabon und Porto, wo er seit 2005 an der „Universidade de Coimbra“ als Professor für Anthropologie tätig ist.

Veranstalter: APHAIA Verlag
Auskünfte/Reservierungen: Tel. 0162 26 004 62

Eintritt: frei

Aktuell

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Autorinnen und Autoren sind eingeladen, bis zum 30. September 2017 unveröffentlichte Kurzgeschichten einzusenden, die vom „Leben in den großen Städten“ erzählen.
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