Stefan Zweigs "Schachnovelle" | Ausstellung. Bis 24. Sept. 2017
15 Feb  Mittwoch
20:00 h Großer Saal

Hanna Diyāb: Von Aleppo nach Paris. Die Reise eines jungen Syrers bis an den Hof Ludwig XIV.

ES GIBT NOCH KARTEN AN DER ABENDKASSE.

Erst 1993 ist das Manuskript des Berichts von einer Reise von Aleppo nach Paris im Zeitalter Ludwig XIV in der Vatikanischen Bibliothek entdeckt worden. Der französische Reisende Paul Lucas trifft 1707 in Aleppo auf den zwanzigjährigen Hanna Diyāb. Er wird von Lucas eingestellt und begleitet diesen auf der Heimreise nach Frankreich; ihre Route führt sie von Aleppo über Tripolis, Saida, Zypern, Ägypten, Libyen, Tunis nach Livorno, Genua und Marseille, von dort durch das Rhônetal nach Paris. Anschaulich und lebendig beschreibt Diyāb Begegnungen und Gespräche, Karawanenzüge und Angriffe von Korsaren, auch nimmt er Legenden und Heiligengeschichten in seinen Bericht auf. Die Beschreibung seines Aufenthalts am Hof und in der Stadt Paris – er wird auch in den Gemächern Ludwigs XIV. empfangen – gehört zu den Höhepunkten seines Reiseberichts. Dort trifft er auch auf den Orientalisten Antoine Galland, den Herausgeber und Übersetzer von »Tausendundeiner Nacht«, dem er, neben anderen, die Geschichten von »Ali Baba« und »Aladdin« erzählt, die dieser in seine berühmte Märchensammlung aufnehmen wird.

Gennaro Ghirardelli hat Hanna Diyābs Buch unter Hinzuziehung der arabischen Handschrift aus dem Französischen übersetzt. Er stellt Autor und Buch vor. Frank Arnold liest den deutschen Text.

Eintritt: 5,- / 3,- €

Aktuell

Das Kulturradio vom rbb und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2017 aus.

Autorinnen und Autoren sind eingeladen, bis zum 30. September 2017 unveröffentlichte Kurzgeschichten einzusenden, die vom „Leben in den großen Städten“ erzählen.
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