›hier berlin literaturhaus‹ | H.C. Artmann, Nr 40
10 Feb  Freitag
20:00 h Großer Saal

Pawel Salzman: Die Welpen

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Pawel Salzman, geboren 1912 in Kischinjow, Moldawien, wuchs zunächst in Odessa auf. Die Familie zog nach dem Russischen Bürgerkrieg durch Südrussland, die Ukraine und Moldawien und ließ sich 1925 in Leningrad nieder. Er begann als Filmausstatter und Illustrator zu arbeiten, schuf Mosaike an Gebäudefassaden, malte, zeichnete und schrieb Gedichte sowie zahlreiche Erzählungen, Erinnerungen, Tagebücher und Romane. Salzman starb 1985.

In seinem Roman »Die Welpen« (Matthes & Seitz Berlin), übersetzt von Christiane Körner, erzählt er vom Leben der Menschen aus der Perspektive zweier junger Hunde: In harten, glasklaren und überscharfen Szenen, die sich wie expressionistische Bilder tief ins Gedächtnis graben, schildert der Roman das Russland der Bürger- und Zwischenkriegszeit von den ostsibirischen Wäldern über die moldawischen Melonenfelder bis zum Brennpunkt Leningrad. Gespiegelt im Blick der unschuldigen Welpen fliehen, leiden, rauben und töten die getriebenen Romanfiguren, deren Wege sich in den Wirren der Zeit zufällig kreuzen. Die jungen Hunde als Beobachter lassen die Unmenschlichkeit der Ereignisse in noch grellerem Licht erscheinen.

Zusammen mit dem Slawisten Ilja Kukuj stellt die Übersetzerin Christiane Körner den Roman vor.

ES SIND NOCH KARTEN AN DER ABENDKASSE ERHÄLTLICH.

Eintritt: 5,- / 3,- €

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