Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse | Ausstellung 14.12.17-11.3.18
01 Dez  Freitag
20:00 h Großer Saal

Irina Scherbakowa: Die Hände meines Vaters

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Allen Einschüchterungen durch die politische Führung Russlands widerstehend, setzt sich Irina Scherbakowa mit unbestechlicher Integrität und beeindruckendem Elan seit vielen Jahren in der Menschenrechtsorganisation »Memorial« für die Aufarbeitung politischer Verfolgung und das öffentliche Gedenken an die Opfer des Stalinismus ein. Nicht zu erschüttern ist Irina Scherbakowas Überzeugung, daß Vernunft und Aufklärung die russische Gesellschaft zu öffnen und zu liberalisieren vermögen. Bekannt als Historikerin, Publizistin und Übersetzerin, die mit der Geschichte und der literarischen Tradition Russlands wie auch Deutschlands gleichermaßen vertraut ist, hat Irina Scherbakowa nun eine Schilderung des Schicksals ihrer Familie seit der Oktoberrevolution verfasst: Ihre jüdische Großmutter hatte die Pogrome und den Bürgerkrieg überlebt, ihr Vater kämpfte als Offizier in Stalingrad, und als Chruschtschow erstmals öffentlich über die Verbrechen des Stalinismus sprach, war Irina Scherbakowa gerade sieben Jahre alt.

Im Gespräch mit der Slawistin Heike Winkel stellt Irina Scherbakowa ihre soeben erschienene (Droemer Knaur) Epochen- und Familiengeschichte vor.

ES GIBT NOCH KARTEN AN DER ABENDKASSE AB 19.15 UHR.

Eintritt: 5.- / 3.- €