Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse | Ausstellung 14.12.17-11.3.18
02 Nov  Donnerstag
20:00 h Großer Saal

Dem reinen Begriff zum Trotz

Zu Fragen der Übersetzung französischsprachiger Philosophie und Theorie

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Während eine starke philosophische Tradition davon ausgeht, es gebe ein Universelles zu denken, das sich im Prinzip vom Sprechen und Schreiben, in dem es sich manifestiert, ablösen oder gar befreien lasse, haben insbesondere französische AutorInnen diese Behauptung der Analyse, Kritik und Umarbeitung unterzogen. Für Jean-Luc Nancy, Hélène Cixous, Jacques Derrida und viele andere ist Denken jenseits oder diesseits der Worte, Sätze, Texte, der Töne, Buchstaben, Atem- und Schriftzüge nicht vorstellbar, auf strenge Weise überhaupt denkbar: Theorie wird unverantwortlich, wenn sie nicht auch, auf besondere Weise, schreibt, spricht, liest.

Die Übersetzung der Rede und der Texte, die diesem Anspruch verbunden sind, stellt nun wiederum selbst eine besondere, theoretische, vor allem aber auch praktische, technische Herausforderung dar. Das – in einem zu besprechenden Sinne – Poetische des Denkens, das den ÜbersetzerInnen hier begegnet, soll Anlass des Gesprächs sein. Es wird sich an konkreten Arbeiten – Übersetzungen von Hélène Cixous und Jean-Luc Nancy – entwickeln.

Gespräch mit Esther von der Osten,  Literaturwissenschaftlerin am Peter-Szondi-Institut der FU Berlin und Übersetzerin von u.a. Hélène Cixous, Jean-Luc Nancy, Georges Didi-Huberman und Jacques Derrida, und Johannes Kleinbeck, Literaturwissenschaftler am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU München sowie Übersetzer von u.a. Jean-Luc Nancy, Jacques Derrida, Philippe Lacoue-Labarthe und Herausgeber der Theorie-Reihe Neue Subjektile im Verlag Turia+Kant, Wien, Berlin.

Moderation: Judith Kasper, Romanistin und Komparatistin. Sie hat u.a. Texte von Giorgio Agamben, Barbara Cassin und Jean-Luc Nancy übersetzt.

Zusammen mit der Weltlesebühne e.V.

ES GIBT NOCH KARTEN AN DER ABENDKASSE.

Eintritt: 5,- / 3,- €

Aktuell

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Der Preis wird am 8. Dezember 2017, 20 Uhr, im Roten Salon der Volksbühne verliehen. Eintritt frei
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