Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse | Ausstellung 14.12.17-11.3.18
27 Jun  Dienstag
20:00 h Großer Saal

Poetischer Widerstand aus St. Petersburg

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Valery Schubinsky und Polina Barskova setzen die Tradition der Leningrader inoffiziellen Lyrik, die in der späten Sowjetzeit einen starken ästhetischen Widerstand geleistet hat und bis heute von großer Bedeutung für die jüngeren Lyrikergenerationen ist, fort. Sie lesen ihre Gedichte und erzählen im Gespräch mit Olga Martynova über sich, über verschiedene Aspekte dieser Tradition und über ihre gegenwärtigen Dichterkollegen.

Dem Publikum wird eine wichtige, aber im deutschen Sprachraum immer noch weniger bekannte Seite der russischen Poesie vorgestellt. Wir werden den einzigartigen Klang der russischen Gedichte entdecken können und natürlich auch deren deutsche Übersetzungen.

Polina Barskova, geboren 1976 in Leningrad, lebt in den USA und unterrichtet russische Literatur am Hampshire College in Amherst. Für ihre erste Prosasammlung, »Lebende Bilder«, erhielt sie 2015 den Andrej-Bely-Preis. Polina Barskova hat eine moderne Balladenform entwickelt, in der sie eine breite thematische und stilistische Palette ausbreitet und epische Elemente mit den Ausdrucksmitteln der Gegenwartslyrik vereint. Ihr mittlerweile neunter Gedichtband erschien 2017 in Riga: »Luftalarm«.

Valery Schubinsky, geb. 1965 in Kiew, lebt in St. Petersburg. Man kann seine Lyrik als einen Prozess beschreiben, den ein großer Dichter der klassischen Moderne, Wladislaw Chodassewitsch, so formulierte: »ich pfropfte doch die klassische Rose auf wilden sowjetischen Zweig«; « - nur kann man statt »sowjetisch« heute »postsowjetisch« sagen. Er hat Biographien vier russischer Dichter geschrieben: Michail Lomonossow, Nikolaj Gumiljow, Daniil Charms und Wladislaw Chodassewitsch, und sechs Gedichtbänden veröffentlicht. Zuletzt erschien: »Fische und Flüsse«, Moskau 2016.

Eintritt: 5,- / 3,- €

Aktuell

Der Walter-Serner-Preis geht in diesem Jahr an Sannah Jahncke für ihre Geschichte »Shining Times« .

Der Preis wird am 8. Dezember 2017, 20 Uhr, im Roten Salon der Volksbühne verliehen. Eintritt frei
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