Zwischen den Fronten. Der Glasperlenspieler Hermann Hesse | Ausstellung 14.12.17-11.3.18
08 Dez  Freitag
10 h Kaminzimmer

Auf nach Moskau!

Reiseberichte aus dem Exil. Ein Internationales Symposion

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8. Berliner Kongreß zum Exil 1933 – 1945

10:00 Prof. Dr. Hermann Haarmann: Begrüßung

10:15 Zur Einführung: Anne Hartmann (Bochum) und Inka Zahn (Amsterdam): Phasen der Rußlandfaszination von 1917 bis 1937: Die deutschen und französischen »Pilger zum Roten Stern«

11:00 Michael David-Fox (Washington D.C.): Soviet Approaches to Foreign and Domestic Intellectuals: From the Smenovekhovtsy tot the Fellow-Travelers.

12:00 Christoph Hesse (Berlin): Veränderte Perspektive: Der Emigrant als Handlungsreisen- der – Ervin Sinkós »Roman eines Romans«

14:30 Michael Rohrwasser (Wien/Berlin): Im Zeichen von Bündnispolitik und Volksfront – der Moskauer Schriftstellerkongreß und seine deutschen Gäste

15:30 Falko Schmieder (Berlin): »Dreams of a better life«. Ernst Blochs Weltflucht im Exil

16:30 Manfred Jendryschik: »Totgesagt«. Berichte über das Exil in der Sowjetunion in DDR-Verlagen

18.00 Hermann Beyer (Berlin) liest ausgewählte Reiseberichte

Biobibliographische Angaben zu den Referenten

Michael David-Fox, Professor in the Edmund A. Walsh School of Foreign Service and the Department of History at Georgetown University, and Scholarly Supervisor of the Centre for the History and Sociology of World War II at the Higher School of Economics in Moscow. He is winner of the 2016 Historia Nova Prize for Best Book on Russian Intellectual and Cultural History. Showcasing the Great Experiment: Cultural Diplomacy and Western Visitors to Soviet Russia, 1921-1941, Oxford: University Press (2011). The Soviet Gulag: Evidence, Interpretation, and Comparison (2016).

Hermann Haarmann, Dr. phil., habil., Seniorprofessor am Institut für Publizistik- und Kommunikati-onswissenschaft und zugleich Direktor des Instituts für Kommunikationsgeschichte und angewandte Kulturwissenschaften der FU Berlin, Lehre und Forschung zum deutschen Exil 1933-1945, Hrsg. der Schriftenreihe kommunikation & kultur und der akte exil. neue folge. Zuletzt: Briefe an Bertolt Brecht im Exil 1993-1949, Hrsg. mit Christoph Hesse, 3 Bde., Berlin: De Gruyter 2014.

Anne Hartmann, Dr. phil., Wissenschaftliche Mitar-beiterin am Seminar für Slavistik/Lotmann-Institut für russische Kultur der Ruhr-Universität Bochum. Forschungsschwerpunkte: Sowjetische ,Leitkultur’ in der SBZ und frühen DDR; Gulag-Literatur und das Konzept der ,Perekovka‘; deutsche Autoren und westliche Intellektuelle im sowjetischen Exil. Zuletzt erschienen: „Ich kam, ich sah, ich werde schreiben.“ Lion Feuchtwanger in Moskau 1937. Eine Dokumentation (akte exil. neue folge, hrsg. von Hermann Haarmann, Bd. 1). Göttingen: Wallstein 2017.

Christoph Hesse, Dr. phil., Film- und Literaturwissenschaftler, Mitarbeiter des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der FU Berlin. Aktuelles Projekt: Edition des Briefwechsels zwischen Hermann Borchardt und George Grosz. Jüngste. Veröffentlichung: Briefe an Bertolt Brecht im Exil 1933-1949, Hrsg. (zusammen mit Hermann Haarmann), 3 Bde., Berlin: De Gruyter 2014; Filmexil Sowjetunion. Deutsche Emigranten in der sowjetischen Filmproduktion der 1930er und 1940er Jahre, München: et+k 2017.

Manfred Jendryschik, freier Schriftsteller, von 1990 bis 1996 Kulturdezernent der Stadt Dessau. Seit 1996 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. Seit 2010 Co-Herausgeber der Edition Cornelius des Projekte-Verlag Cornelius in Halle.

Reinhard Müller, 1991-2008 wiss. Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung. Publikationen u.a.: Hrsg., Die Säuberung, Hamburg: Rowohlt 1991; Menschenfalle Moskau – Exil und stalinistische Verfolgung, Hamburg: Hamburger Edition 2001; Herbert Wehner. Moskau 1937, Hamburg: Hamburger Edition 2004; (zus. mit Bettina Nir-Vired, Irina Sherbakova, Olga Reznikova), Carola Neher. Ein Jahrhundertschicksal, Berlin: Lukas 2016.

Michael Rohrwasser, Dr. phil., habil., Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Wien; zahlreiche Gastprofessuren u.a. in Stanford, Colum-bus/USA, und Warschau. Arbeitsschwerpunkte: Spätromantik, Psychoanalyse-Literatur-Film, Wiener Moderne, Weimarer Republik, Exilliteratur, Kalter Krieg, DDR-Literatur. Publikationen (Auswahl): Die Literatur der Exkommunisten. Der Stalinismus und die Renegaten, Stuttgart: Metzler 1991, Kalter Krieg in Österreich. Literatur – Kunst - Kultur und der Kalte Krieg, Hrsg. zusammen mit Michael Hansel, Wien 2010.

Falko Schmieder, PD Dr., Kulturwissenschaftler, Privatdozent am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt Universität zu Berlin und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin. Studium der Kommunikations- und Politikwissenschaft und Soziologie. Ver-öffentlichungen (Auswahl): Freud und Adorno. Zur Urgeschichte der Moderne, hrsg. (mit Christiane Kirchhoff, Berlin: Kadmos 2014; Begriffsgeschichte und historische Semantik. Ein kritisches Kompendium, Berlin: Suhrkamp 2016 (zusammen mit Ernst Müller).

Wilfried F. Schoeller, freier Schriftsteller, Literaturkritiker sowie Honorarprofessor für die Literatur des 20. Jahrhunderts, Literaturkritik und Medien an der Universität Bremen. Veröffentlichungen (Auswahl): Nach Berlin! Reportagen, Frankfurt/Main: Schöffling 1999; Deutschland vor Ort. Geschichte, Mythen, Erinnerungen, München: dtv 2011; Alfred Döblin: Eine Biographie, München: Carl Hanser 2011; Franz Marc. Eine Biographie, München: Carl Hanser 2016

Inka Zahn, Dr. phil., Kulturwissenschaftlerin, Be-auftragte für Sprachkurse und stellv. Institutsleiterin am Goethe Institut Boston und später am Goethe Institut Brüssel, derzeit als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut in Rotterdam. Promovierte zum Thema Reise als Begegnung mit dem Anderen? Französische Reiseberichte über Moskau in der Zwischenkriegszeit, Bielefeld: Aisthesis 2008; Mitherausgeberin des Sammelbandes Berlin, Paris, Moskau. Reiseliteraturen und die Metropolen, Bielefeld: Aisthesis 2005.

Ian Wallace, Emeritus Professor of German an der University of Bath, UK. Studium in Oxford, Tübingen und Heidelberg. Lehr- und Forschungstätig-keit in den USA, Schottland und England. Schwerpunkte: DDR-Literatur und Exil. Gründer und Herausgeber der Zeitschrift GDR Monitor (1979-2008). Präsident der International Feuchtwanger Society seit 2001. 2018 erscheint sein Aufsatz über den Roman Jud Süß in der englischen Übersetzung von Edwin und Wilma Muir.

Eine Veranstaltung des Instituts für Kommunikationsgeschichte der Freien Universität Berlin und des Literaturhaus Berlin

Mit Unterstützung von Stiftung Preußische Seehandlung, Freie Universität Berlin und Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.

Zum Programm vom 9. Dezember

Eintritt: frei

Aktuell

Jaroslav Rudiš erhält den Preis der Literaturhäuser 2018. Herzlichen Glückwunsch!

Das Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2018 dem tschechischen Schriftsteller, Dramatiker, Drehbuchautor und Publizisten Jaroslav Rudiš.
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