Stefan Zweigs "Schachnovelle" | Ausstellung. Bis 24. Sept. 2017
20 Okt  Freitag
20:00 h Großer Saal

Paul Wühr zu ehren I

Paul Wühr, Sohn eines Bäckers aus der Münchner Maxvorstadt, geboren am 10. Juli 1927, zählt zu den bedeutendsten Autoren experimenteller Gegenwartsliteratur. Sein Werk umfasst Hörspiele und Originalton-Hörspiele, große, mit den Gattungen spielende Prosa-Poeme (»Gegenmünchen«, 1970; »Das falsche Buch«, 1983; »Luftstreiche«, 1994), Tagebuch-Kompositionen (»Der faule Strick«, 1987) und Gedicht-Bücher (»Grüß Gott ihr Mütter, ihr Väter, ihr Töchter, ihr Söhne«, 1976; »Rede«, 1979; »Sage«, 1988; »Salve Res Publica Poetica«, 1997; »Venus im Pudel«, 2000; »Dame Gott«, 2007). Bei Paul Wühr ist die Poesie ein radikal kreativer Entwurf gegen die Ordnungen des Lebens und – in Konkurrenz zu aktueller Wissenschaft und Theorie – eigenständige Erkenntnisform.

Mit Inge Poppe war Paul Wühr 1973 Mitbegründer von Deutschlands erster Autorenbuchhandlung und seit 1979 Mitglied des Bielefelder Kolloquiums Neue Poesie. Der von Helmut Heißenbüttel gerühmte Einzelgänger lebte seit 1986 in Passignano (Umbrien), wo er kurz nach seinem 89. Geburtstag am 12. Juli 2016 gestorben ist.

»Von republikanischer Rede«, Herbert Wiesner, vertraut mit dem Werk von Paul Wühr und langjähriger Freund des Autors, spricht über Paul Wührs Poetik. Im Anschluß daran beschreiben Oswald Egger, Daniel Falb, Sabine Scho und Ulf Stolterfoht ihre Paul Wühr-Lektüren.
Eintritt: 5,- / 3,- €

Aktuell

Das Kulturradio vom rbb und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2017 aus.

Autorinnen und Autoren sind eingeladen, bis zum 30. September 2017 unveröffentlichte Kurzgeschichten einzusenden, die vom „Leben in den großen Städten“ erzählen.
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